Mittwoch, 23. November 2016

Chicago! 21.11 – 22.11

Endlich, die heiß ersehnten Thanksgiving-Ferien waren da! Da wir uns diese einmalige Gelegenheit nicht durch die Finger gehen lassen durften, hatte wir schon sehr viel früher für einen Trip nach Chicago gebucht. Und endlich war es so weit.

Dienstagabend ging es los, nachdem wir noch allerlei Dinge erledigten mussten, wie die Zimmer für die Ferienwoche aufräumen und alle elektrischen Geräte ausstecken (und vielleicht noch die ein oder andere Hausübung machen). Unser Kletterfreund führte eine taiwanesische Studentin, eine koreanische Studentin, eine Studentin von hier und mir zu der Bushalte Stelle. Wir hatten noch ein bisschen Zeit, bei Wallmart einzukaufen, bevor wir schon in der klirrenden Kälte auf den Bus warteten.

Nachdem er 40 Minuten Verspätung hatte, traf er endlich ein. Leider war der Bus so voll (er kam von New York), dass wir alle verstreut im Bus und im oberen Geschoss sitzen mussten. Zu allem Übel, verbrachten wir dann noch ungefähr 20 Minuten damit, einen blinden Passagier zu finden. Was für eine Qual! Die Hitze war kaum zu ertragen und mit ihr kam eine Übelkeit, die sich nur durch schlechtes Schlafen unterdrücken ließ. Wie dem auch sei, unser wichtigstes Ziel war jetzt, Sitze in der unteren Etage zu ergattern. Nachdem wir 5 Stunden in diesen Höllenqualen verbracht hatte (obwohl es mir nach dem Aufdrehen der Klimaanlage schon sehr viel besser ging), konnten wir endlich unser Ziel erreichen, nachdem viele der Passagiere in Cleveland ausstiegen.

Danach ging es mit unserer Reise bergauf. Ich konnte endlich mit halbwegs ausgestreckten Beinen im Bus schlafen. Hin und wieder hielten wir kurz an, aber alles in allem war ich recht aufgeweckt, als wir endlich – nach 13 Stunden Fahrt (nach Chicago gibt es eine Stunde Zeitverschiebung) – um 10:30 nach Chicago kamen. Wir verabschiedeten uns herzlich von der amerikanischen Studentin, die und begleitet hatte (denn sie würde die Thanksgiving Zeit mit ihrer Familie dort verbringen) und wir drei machten uns weiter zum Hostel auf. Der leichte Regen und der kalte Wind, luden nicht wirklich zum Sight-seeing ein...

Es war eine schöne Überraschung, dass die Zimmer nicht nur bereit waren, das Hostel schön zentral lag und die Betten sogar weicher als in meinem Wohnheim waren! Wir zogen uns um und machten uns für den Tag bereit. Was auf unserer Tagesliste stand war: Koreanisch essen. Gesagt getan fuhren wir schließlich in Richtung eines koreanischen Restaurants. Als wir schließlich 20 Minuten später dort eintrafen, war es wegen den Feiertagen geschlossen! Aber so leicht ließen wir uns nicht ermutigen. Weiter ging es 40 Minuten in eine andere Richtung und endlich schafften wir es zu einem koreanischen Restaurant. Das Essen war es aber auch wirklich wert gewesen. Wir aßen verschiedene Suppen, eine Art Omlett mit Meeresfrüchten und Teriaky-Knoblauch-Dip und dazu allerlei kleine Tapas mit Salaten oder anderen exotischen Gerichten.

Mh, das Essen war wirklich lecker – da hat sich wohl jemand die Zunge verbrannt.
Danach, beschlossen wir zurück Richtung Hotel zu fahren. Immerhin schlossen alle Attraktionen schon um 5 und andererseits konnten wir nicht auf einen der Tower fahren, um Chicago von oben zu betrachten, denn es war zu nebelig. Also, schlug ich etwas vor, auf das ich schon sehr gespannt gewesen war: Den Chicagoer Christkindlmarket. (ja genauso: Christkindl - und dann das englische "market").

Ein wilder Mischmasch aus Deutsch und Englisch war hier zu finden – und so viele deutsche Touristen!

Wirklich ein sehr komisches Gefühl – einerseits so bekannt, andererseits aber auch so fremd. Die typischen Stände waren dort zu finden: Bienenwachskerzen, Christbaumkugeln, Hauben und Mützen und natürlich auch die ein oder andere Leckerei. Leider konnte ich allerdings keinen Punsch erspähen; nur Glühwein oder warmen Apfelcider gab es. Sogleich musste ich mir natürlich auch einen Apfelstrudel schmecken lassen, mh!

Wir blieben allerdings nicht allzu lange, denn wir waren von der langen Reise wirklich ausgelaugt. Daher machten wir früh zurück ins Hotel auf, wo ich noch an meiner Spanisch-Hü arbeitete und mich dann auch endlich schlafen legte. Ah, das Bett ist so weich!

Das Schild heißt "Helmuts Original Autrian Strudel" – schmeckte wirklich wie daheim.
Auch, wenn die Verkäuferin aus Deutschland war. 





Sonntag, 6. November 2016

Tag 79: New York Teil 3

Wie immer, wenn es nach New York ging, hieß es früh aufstehen. 5 Uhr, um genau zu sein. Nur die Zeitverschiebung gab mir etwas mehr Kraft, so früh aufzustehen. Ich machte mich fertig, packte mir eine Decke und alles, was ich für das Überleben im Großstadtdschungel nötig hielt, ein und machte mich mit den anderen auf den Weg. Diesmal hatten wir glücklicherweise einen großen Bus; leider blieben allerdings viele der Plätze leer.

Die Fahrt nach New York war wirklich komfortabel. Mit Decke und zurück lehnbaren Sitzen schlief es sich wirklich hervorragend und so war ich erfrischt und ausgeruht, als wir in New York ankamen. Die Gruppen teilten sich rasch auf; unsere Mädchengruppe beschloss sich auf den Weg nach Dumbo zu machen. Gesagt, getan, saßen wir kurz darauf in der U-Bahn in Richtung Downtown Brooklyn.

Im Gegensatz zum zweiten Mal in New York, war das Wetter heute wirklich schön. Kühl, aber sonnig, wenn auch ein bisschen bewölkt. Auf unserem Weg zur und über die Brooklyn-Bridge machten wir reichlich Fotos. Besonders die asiatischen Studentinnen waren von der Aussicht angetan. Bei dem Licht war das aber auch kein Wunder.

Blick von Dumbo aus – atemberaubend. 
Sehr selten! Ein Foto von mir auf der Brooklyn-Bridge Richtung Manhattan.

Die Weihnachtsdeko ist schon
an Ort und Stelle; und das am 6. November!
Von Brooklyn aus führte us unser Weg über die Brooklyn Bridge zurück nach Manhattan (wobei so einige Erinnerungen an die Zeit, die ich dort mit meinen Eltern verbracht hatte, aufkamen). Wie ich es mir gewünscht hatten, gingen wir dann gemeinsam in ein asiatisches Restaurant und ließen und die fremdländische Küche so richtig schmecken.

So ein Tag ist leider immer ziemlich kurz und als wir wieder in der Nähe unsere Ausgangspunktes ankamen, war es schon fast wieder Zeit zu gehen. Wir schlenderten die 5th Avenue hinab, begutachteten die Schaufenster und den bereits aufgehängten Weihnachtsschmuck, die Trump-Supporter vor dem Trump-Tower, machten einen Sprung zu Tiffany's, passierten das Rockefeller-Center und eine Kirche, in der ich eine Kerze für meine Großeltern anzündete. Und dann ging es wieder zurück zum Bus.

Im Bus las ich dann das Buch, das ich in Philly gekauft hatte, fertig und glücklicherweise gab mir die Tatsache, dass wir früher als erwartet zurückkamen, die Chance, meinen Blog mal wieder zu aktualisieren.

Tag 78: Swim-Meet, Planen und Suicide Squad

Wie ich meiner Zimmernachbarin schon vor einigen Wochen versprochen hatte, wollte ich ihr beim Swim-Meet am Samstag zusehen. Ein Swim-Meet, wie ich später noch genauer herausfinden sollte, war eine Art freundschaftlicher Wettkampf zwischen verschiedenen Schwimmmannschaften verschiedener Universitäten.

Ich rollte mich genüsslich spätmorgends aus dem Bett, ließ mir ein gutes Frühstück schmecken und dann begleitete mich eine ihrer Freundinnen zur Schwimmhalle (allein hätte ich da wirklich nicht hingefunden). Wir waren ziemlich früh dran – die Schwimmerinnen waren gerade am Aufwärmen. Später gesellten sich noch die Eltern und Großeltern meiner Zimmernachbarin hinzu, die sie im Laufe des Wettkampfes enthusiastisch anfeuerten.

Die Schwimmerinnen machen sich für den Wettkampf bereit. 
Es war wirklich interessant. Durch den Anime "Free!" kannte ich mich ja schon ein wenig mit dem Schwimmsport aus. Verschiedene Längen Kraulen, Brustschwimmen, Rückenschwimmen und Delphin gehörten dazu, genauso wie Staffelschwimmen, das alle vier Arten des Schwimmens beinhaltete. Daher war es sehr interessant, die im Fernseher erlebten Techniken nun auch im echten Leben zu bestaunen.

Anschließend gab es noch eine kleine Feier um 4 Senior-Studentinnen, die ihr letztes Semester hier verbrachten, zu verabschieden. Dazu gab es nette Reden, selbst gemachtes Essen und ein Video, das sogar mich, die diese Mädchen überhaupt nicht kannte, rührte.

Nach dem mehr Zeit vergangen war, als ich erwartet hatte, machte ich mich auf in die Bibliothek; denn dort war ich mit zwei anderen Studentinnen verabredet um endlich unsere Thanksgiving-Reise zu planen und zu buchen.

Nach langen Hin- und Her passte endlich alles und ich musste mich sputen, um noch Essen zu kaufen und dann in den am Campus gezeigten Film "Suicide Squad" zu gehen. Ich wollte den Film schon seit langer Zeit sehen, wurde allerdings ein wenig enttäuscht. Die Handlung war ein wenig löchrig und unlogisch und die Szenen oftmals gleich. Mit Dr. Strange nun wirklich nicht vergleichbar. Und dann kam ich nach Hause, wo ich alles für den morgigen Trip nach New York vorbereitete.

Tag 77: Dr. Strange und Bar (?)

Auf diesen Tag hatte ich mich schon die ganze Woche gefreut, denn endlich kam Dr. Strange heraus. Als Marvel-Liebhaber ein absolutes Muss auf meiner Liste. Und damit ich gleich am Premier-Tag schauen könnte, leitete ich alles Nötige über die Woche hinweg in die Wege. Und wie es der Zufall so wollte hatten beide japanischen Studentinnen an exakt diesem Tag ihren 21. Geburtstag. Na, wenn das nicht stark nach einem Barbesuch roch, dann weiß ich nicht.

Nachdem ich ein bisschen herumgefragt hatte, beschlossen wir – die französische Studentin, die japanischen Mädchen, Kletterfreund und ich – ins Kino zu gehen. Gesagt, getan, machte ich mich schön angezogen und meinem Reisepass in der Tasche auf zum Kino. Fälschlicherweise war dort nicht der Ansturm zu finden, den ich erwartet hatte, und somit warteten wir ungefähr eine halbe Stunde, in der wir im nahegelegenen Diner einen schnellen Kaffee zu uns nahmen, auf den Film.

Das Kino war sehr interessant, denn es bestand aus zwei Ebenen. Der normalen Ebene und einer Loge. Von so viel Luxus angezogen, machten wir uns dort breit; die 3D-Brillen auf der Nase. Der Film war so gut, wie ich ihn mir vorgestellt hatte. (Marvel einfach.) Und ich kann es gar nicht zum nächsten Film abwarten, denn – wie das bei ALLEN Marvel-Filmen so typisch ist – gibt es nach dem Abspann eine Filmsequenz, die ein wenig über den nächsten Film verrät. Hier waren sogar zwei, wobei die erste deutlich interessanter war; immerhin wurde Loki erwähnt.

Wie dem auch sei. Danach wollten wir alle in die Bar, schwenkten dann aber um und kauften im Liquor-Store unserer Wahl ganz legal ein wenig Flüssigkeit, bevor wir uns zum Haus des Kletterfreundes aufmachten. Wie er uns schon seit langem erzählt hatte, hatte seine Freundin zum Geburtstag ein Katzenjunges geschenkt bekommen – und das wollte begutachtet werden. Und es war so süß und so winzig klein, dass man es problemlos mit einer Hand halten konnte. Ein paar andere Freunde gesellten sich noch hinzu, aber da unser Kletterfreund früh aufstehen musste, machten wir uns schon bald wieder auf den Heimweg.

Tag 74-76: Ganz normaler Schulalltag

Die ganze Woche passierte eigentlich nicht viel. Ich stand auf, aß und lernte, wie ich das an jedem anderen Tag auch mache. Ich bekam einen zwei Examen zurück; mit 98 und 86 Punkten war ich sehr zufrieden.

Das einzig wirklich Interessante war wirklich, dass ich einfach ziemlich verschlafen hatte. Da meine Zimmernachbarin als Schwimmmitglied jeden Tag Morgentraining hatte und um 5 Uhr aufstand, glaubte ich auch an jenem verhängnisvollen Donnerstag Morgen auch diesmal, sie würde sich für's Training bereit machen. Was sie allerdings nicht tat – sie machte sich für die Arbeit fertig. Sie fragte mich, wann ich denn Klasse hätte, da schaute ich auf die Uhr. 7:50. Um 8 hatte ich meine erste Klasse. Mit Müh und Not bekam ich es irgendwie hin, angezogen und pünktlich im Klassenzimmer zu sitzen. Eureka!

Montag, 31. Oktober 2016

Tag 73: Wo ist denn die Zeit hin?

Ich konnte richtig schön ausschlafen (und nach einer Partynacht ist das wirklich sehr wichtig) und ging dann recht spät frühstücken. Nachdem ich ein paar Kontakte nach Hause gepflegt hatte, half ich einem Freund bei seiner Spanisch-Hausübung, machte meine Hausübung danach, und gestaltete ein Tattoo für die französische Studentin – sie und zwei andere Mädchen vom Kletterclub wünschten sich ein Gebirge mit einer Sonne und einem Mond. Diese ganzen Aktivitäten wurden zwischendurch von drei verschiedenen Feueralarmen unterbrochen. Schließlich schaute ich mit der französischen Studentin noch ein paar Videos, zeigte ihr meine Lieblings-Youtuber, bevor ich mich dann schlafen legte.

Tag 72: Tanzshow und Ausgehen

Ah, endlich das Wochenende. Nach dieser anstrengenden Woche hatte ich mir das nämlich reichlich verdient! Und ich freute mich schon auf den ganzen Halloween-Trubel, der sich schon die ganze Woche über zusammengebraut hatte und heute seinen Höhepunkt erreichen sollte.

Geisterhausschminke –
Für einen Erstversuch gar nicht mal schlecht!
Ich stand erst relativ spät auf, und – weil ich niemanden finden konnte, der mit mir brunchen gehen wollte – schnappte ich mir mein Buch und machte mich damit auf Richtung Speisehalle. Ich aß und las das Buch, dass ich in Philadelphia gekauft hatte, und flux war es auch schon recht spät. Auch den restlichen Tag verbrachte ich damit zu lesen, bis es schließlich Zeit wurde sich für die Tanzshow vorzubereiten.

Als Support-Team-Mitglied wollte ich tatkräftig aushelfen. Eigentlich dachte ich ja, dass ich dorthin kommen würde, um Flyer auszuteilen. Aber falsch gedacht! Kaum war ich dort, wurde mir gesagt, ich solle doch bitte im Geisterhaus aushelfen. Nun gut, ich schminke mich gruselig (und ich finde, gar nicht mal so schlecht, dafür, dass ich mich beeilen musste) und wurde dann hinauf in ein verlassenes Klassenzimmer geführt. Meine Aufgabe bestand darin, vorbeikommende Personen zu erschrecken, indem ich an den Türen rüttelte und sie vielleicht auch ein stückweit verfolgte. Klingt ja alles in allem gar nicht schlecht. Bloß saß ich nun in diesem Klassenzimmer und in der halben, dreiviertel Stunde, die ich dort verbrachte, kamen überhaupt keine Besucher vorbei!

Schließlich musste ich unverrichteter Dinge zurückkehren, denn immerhin wollte ich die Show auch sehen. Dadurch, dass ich aber durch meine Geisterhaustätigkeiten recht spät dran war, konnte ich nicht ins Publikum (die Türen waren bereits geschlossen) wodurch ich mich damit begnügen musste, hinter der Bühne dem Treiben zuzusehen. Dabei versuchte ich so wenig wie möglich im Weg herumzustehen und den Tänzern beim Umziehen zu helfen. Schneller als gedacht war das ganze Spektakel auch schon vorbei. Anschließend gönnte ich mir dann Pita-Sandwich mit dem chinesischen Austauschstudenten, bevor ich mich für's Ausgehen herrichten musste.

Bin eine Art Elfe. Der grüne
 Lippenstift schaut nicht mal schlecht aus.
Und wie ich mich darauf schon gefreut hatte! Nicht nur hatte ich sehr lange darüber nachgedacht, sondern auch weder Geld noch Mühen gescheut um ein ansehnliches Kostüm zu basteln und meine Eltern zu bitten, mir ein paar Requisiten von zu Hause zu schicken. Als ich aber zurück in mein Zimmer kam, waren die anderen schon fast fertig – und ich dachte ich hatte Zeit meinen Look zu perfektionieren! Ich bemühte mich, mich schnell fertig zu machen und vor lauter Stress bekam ich die falschen Wimpern, die ich immer schon einmal ausprobieren wollte, nicht hin. Machte aber auch nichts, denn alles in allem war ich recht zufrieden mit meinem Outfit.

Und schon ging es weiter zur ersten Party. Es war eine rauschende Partynacht und da ich ja volljährig war, konnte ich sie in vollen Zügen genießen. Ich tanzte, ich traf einige der internationalen Studenten und begutachtete ihre Kostüme und kam erst recht spät heim. Ah, es war schön!

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Tag 69-71: Zu viele Examen!

Meine letzten Tage mal kurz zusammengefasst: Stress. Nicht nur wurde mir am Dienstag gesagt, dass ich am Donnerstag ein schweres Exam hätte, nein, ich musste alles andere auch noch vorbereiten, für die zwei Prüfungen, mit denen ich gerechnet hatte. 

Also dann, zuerst mein Marketing Exam.  Glücklicherweise war ich schon fast fertig mit der Zusammenfassung. Insgesamt hatte ich genau 12 Seiten geschrieben und musste die noch lernen. Zwei aus meiner Klasse, darunter auch eine meiner liebsten RAs, lernten gemeinsam mit mir. Auch diesmal fassten wir uns wieder an den Händen und schickten ein Stoßgebet zu Gott um um seine Hilfe zu bitten. Offenbar hatte es allerdings funktioniert, denn einen Tag später bekam ich meinen Test schon wieder zurück. Wieder 100%. Dafür, dass ich mich fühle, es wüsste ich nichts in Marketing, gar nicht schlecht. 

Dann Makroökonomik. Von Haus aus ein schweres Fach. Abends vor der Prüfung las ich noch ungefähr 40 Seiten und übte auf der Online-Plattform. Leider hatte unser Lehrer aber keine Hausübung hinaufgestellt, wodurch ich nicht so genau wusste, worauf ich mich vorbereiten sollte. 
Dann die Prüfung um 8 in der Früh. Als Vorbereitung hatte ich nicht nur geduscht, sondern mich auch mit Kaffee vollgeschüttet (mhhh, der leckere Kaffee, den ich endlich von zu Hause bekommen hatte, genauso wie all die anderen Dinge, auf die ich schon sehnsüchtig gewartet hatte). Das Exam war... okay. Mal schauen.

Und morgen natürlich noch mein letztes Exam für diese Woche, dann endlich wieder Freiheit. Wahrscheinlich muss ich übers Wochenende neben meiner "Geburtstagsfeier" – einfach ausgehen und Party machen – mich auch noch für ein Exam für nächste Woche vorbereiten... Nebenbei ist endlich die Tanzshow meines Tanzclubs dieses Wochenende und ich freu mich schon darauf, meinen Teil im Support-Team als Flyer-Austeiler und Einlasser beizutragen. Auch, dass ich endlich mein Kostüm tragen kann. 


Montag, 24. Oktober 2016

Tag 68: Geburtstag!

Meine Kollegin weckte mich heute damit, dass ich auf mein Facebook schauen solle, sie habe mir eine Nachricht geschrieben. Und die war wirklich süß. Auch auf meinem Handy waren zig Nachrichten von Leuten, die mir alles gute zum Geburtstag wünschten. Nachdem ich ihnen geantwortet hatte, genoss ich meinen Salat zum Frühstück und machte mich auf zum Exam.

Das ich doch nicht hatte, denn offenbar hatten wir noch ein ganzes Kapitel des Teststoffes nicht behandelt gehabt. Yeah! Danach gönnte ich mir einen Pumpkin Spice Latte bei Starbucks und schaute einen Anime, der mir empfohlen wurde. Kurz darauf holte ich mir ein Paket von der Paketstation ab, bevor ich in die nächste Klasse ging. Volle Punkte auf meine ganzen Spanisch-Test, yippie!

Nach Spanisch aß ich gemütlich Mittagessen. Alle Leute, die ich traf gratulierten mir herzlich zum Geburtstag. Ich checkte meine Emails und – tatsächlich! Ein zweites Paket war gekommen. Ich musste mich etwas sputen, denn um 1 war ich mit Freunden zum chatten verabredet gewesen. Seltsamerweise war das Paket kleiner als ich erwartet hatte und auch leichter, dafür, dass es mit Wintergewand voll sein sollte. Auf dem Weg zurück zum Wohnhaus begutachtet ich das Paket genauer... und es schien, dass sich ein Kuchen darin befand.

Ich hatte das Paket noch nicht einmal angefangen zu öffnen, gratulierten mir meine Eltern zum Geburtstag und schauten mir zu, wie ich total glücklich das Paket öffnete. Leckerer Schokokuchen. Anschließend plauderte ich mit Freunden und schaute noch eine Folge, bevor ich zu meiner letzten Klasse auf musste.

Nachdem auch diese geschafft hatte, schaute ich noch ein bisschen weiter Anime. Dadurch, dass ich ja mit zwei Prüfungen am Montag gerechnet hatte, war ich ziemlich gut vorbereitet und meinte so, es mir leisten zu können, heute nichts zu tun. Nach einem leckeren Abendessen gingen die französische Studentin und dich zum Tanzclub, der jetzt endlich in der "Final location", wo sie kommendes Wochenende auftreten würden, probten. Da wir dem Support-Team angehörten, wurde uns der Job bei den Eingängen zugewiesen; womit ich eigentlich ganz glücklich war.

Nach einer kurzen Piano-Session musste ich zurück in mein Zimmer, denn ich hatte einige der internationalen Studentin auf ein Stück Kuchen eingeladen. Sie kamen tröpfchenweise vorbei, zwischen durch machte ich noch ein Bandana-Armband und plauderte nett.

Ein richtig guter Geburtstag, auch wenn ich ich nicht mit meiner Familien feiern konnte.

Tag 67: Lernen...

Endlich mal gemütlich ausschlafen, denn ich war früh genug schlafen gegangen. Ich stand relativ früh auf, frühstückte und telefonierte ein wenig, bevor ich das Theaterstück besuchte, dass ich schon eine halbe Wochen sehen wollte.

"Brothers Grimm" – ein lustiges Schauspiel über die verschiedenen Grimms Märchen und wie sie alle zusammenpassen. Angefangen von einer Frau, die einer Hexe, einem Teufel und einem Zwerg ihr Kind verspricht, damit sie reich wird und einen Prinz heiraten kann, bis hin zu Hänsel und Gretel, die im Wald Feenstaub nehmen. Alles in allem war es sehr amüsant und ich genoss es sehr.

Anschließend ging es für mich zum Tanzclub, wo ich nur ein bisschen Zeit verbrachte, bevor ich entlassen wurde. Weiter ging es in die Bibliothek um mich endlich hinzusetzten und für mein Exam am Montag zu lernen. Nach nur einem kurzen Wechsel zu Starbucks, kaufte ich mit meinem übrigen Meal-Plan einen Salat für morgen, bevor ich zurück ins Wohnheim ging. Ich duschte und ging den ganzen Stoff noch einmal durch, bevor ich schlafen ging.

Sonntag, 23. Oktober 2016

Tag 66: Movie "Night" mit dem Animeclub

Heute stand ich wirklich zeitig auf, denn ich hatte mir heute fest vorgenommen, viel zu lernen. Ich wusch meine Wäsche, ging frühstücken und setzte mich dann in mein Zimmer. Dort schrieb ich fast eine ganze Zusammenfassung für ein Fach, nur um später herauszufinden, dass diese Prüfung verschoben worden war.

Um 3 ging es dann endlich zur Movie Night. Dadurch, dass diese in einem Hörsaal abgehalten wurde, hatten die Sessel auch Tische und so konnte ich ohne Probleme nebenbei ein bisschen Arbeiten. Zuerst schauten wir "Mein Nachbar Totoro", den ich schon einmal gesehen, aber schon wieder halb vergessen hatte. Anschließend schauten wir "The Boy and the Beast". Das Komische war nur, dass ich den Anfang des Filmes schon kannte, aber nicht mehr wusste, wo ich den denn gesehen haben könnte. Vielleicht auf dem Filmfestival? Wie dem auch sei, der Film gefiel mir wirklich gut, auch wenn das Ende ziemlich traurig war. Kann ich nur empfehlen! Nebenbei knabberten wir an leckeren Snacks und Pizza, wodurch das ganze Erlebnis noch weiter aufgewertet wurde. Besonders freute ich mich aber, dass ich nicht früher gehen musste, wie ich befürchtet hatte. Immerhin wollte ich heute noch auf eine Kostümparty und musste mich entsprechend herrichten.

Als ich zurück ins Zimmer kam, war meine Zimmernachbarin bereits dabei, sich zu kostümieren. Da sie ihr echtes Halloween-Kostüm erst zu Halloween tragen möchte, hatte sie sich dazu entschieden als Wendy von der Adams-Familie zu gehen. Auch ich warf mich in mein Kostüm und schminkte mich so, wie ich es mir zuerst vorgestellt hatte. Schaute gar nicht schlecht aus! Dann ging es auch schon zur Party.

Leider waren wir pünktlich, und so befand sich noch fast niemand dort. Irgendwie wollte auch die Partystimmung nicht recht aufkommen (es war eine Schulveranstaltung und daher gab es keinen Alkohol), darum gingen wir nach ungefähr 30 Minuten wieder zurück ins Zimmer. Meine Zimmernachbarin ging noch einmal aus, ich aber beschloss endlich den Schlaf nachzuholen, den ich dringend benötigte.

Samstag, 22. Oktober 2016

Tag 65: Portal

Trotz der Tatsache, dass ich spät schlafen gegangen war, stand ich früh auf und wartete darauf, dass die Schülerseite mit den Streik-Updates aktualisiert wurde. Wobei ich auch gleich einen Teil für mein Gruppenprojekt bekam, dass ich zusammenstellen und heute hochladen sollte. Also arbeitete ich ein wenig daran, bevor ich mich mit Sack und Pack zum Frühstück begab – ich hatte heute vor zu lernen.

Bevor ich nach dem Frühstück aber zu Bibliothek ging, machte ich noch einen Abstecher beim Postamt, denn es hieß, ich hätte ein Paket bekommen. Leider war es noch nicht bis zu dieser Stelle geliefert worden, sodass ich mich unverrichteter Dinge zurück zur Bibliothek begab. Zu meinem Leidwesen hatte ich vergessen den Adapter einzupacken und mein Laptop hatte nicht allzu viel Strom übrig, wodurch mein Besuch eher kürzer als länger ausfiel. Dennoch abreite ich noch weiter an dem Gruppenprojekt und begann mit dem Lernen für einen baldigen Test.

Zurück im Zimmer angekommen, schrieb mir eine Freundin und anschließend spielten wir gemeinsam Portal 2. Wer das Spiel kennt, weiß, dass man mithilfe von Portalen Rätsel lösen musste, um in den nächsten Raum zu gelangen. Natürlich machte ich intuitiv zu den schwierigsten Test Räumen auf, allerdings waren wir beide sehr auf zack und bis auf den letzten Raum (den schwierigsten) hatten wir kaum Probleme die Rätsel zu lösen.

Nach dem Abendessen bekam ich den letzten Part für das Gruppenprojekt. Und traute meinen Augen nicht, denn zwei Leute sollten an diesem winzigen Absatz mit rund 200 Wörtern gearbeitet haben und das wirklich "Arbeit" nennen? Nach einigem hin und her lief es darauf hinaus, dass ich ihren Part ein bisschen aufmöbeln musste und damit leider meinen ganzen Abend vergeudete.

Frustriert, aber glücklich, dass das endlich gemacht war, ging ich schlafen.

Freitag, 21. Oktober 2016

Tag 64: Friseur-Besuch

Müde rollte ich mich aus dem Bett, nur um alleine zu frühstücken, da die beiden anderen Studentinnen leider verschliefen. Wie dem auch sei, ich konnte den heutigen Tag gar nicht abwarten – endlich Haare schneiden! Viele meinen zwar, kurze Haare bräuchten doch gar nicht so oft geschnitten werden, aber falsch; denn der Schnitt ist wirklich essentiell für kurze Haare. Außerdem wollte ich einen neuen Schnitt ausprobieren.

Zu Mittag hatten wir dann den Termin. Eine der Studentinnen hatte ein Auto, sodass wir ganz gemütlich zum Salon fahren konnten. Und dann ging es auch schon los, ich zeigte der Friseurin ein Referenz-Bild und schon ging es los. Meine Haare fielen nur so zu Boden. Ich bemühte mich nicht in den Spiegel zu schauen, denn ich wusste, anfangs mochte man seinen neuen Haarschnitt noch nicht so recht und ich wollte ich schon urteilen, bevor sie fertig waren. Ich war mit dem Ergebnis eigentlich ganz zufrieden, auch wenn es wirklich anders und vor allem kurz war. Und leider nicht so gut wie auf dem Referenz-Bild aussah. Allerdings trug ich auch kein Make-up und mit ein bisschen Gel sieht die Welt vielleicht schon ganz anders aus? Momentan bin ich ein bisschen befangen was meine Haare angeht, ich hoffe, dass ich mich in nächster Zeit daran gewöhne. Und oftmals sieht der Schnitt am Besten aus, wenn die Haare ein bisschen gewachsen sind. So oder so, bis Weihnachten sehe ich sicher schon wieder anders aus.

Auch die andere Studentin ließ sich die Spitzen und die Stirnfransen schneiden, die französische Studentin auch. Dann ging es wieder zurück zum Wohnheim. Ich war echt müde, da ich ja gestern wie immer spät aufgeblieben war. Ich schaute ein paar Videos auf meinem Laptop und ging zum Anime-Club (diesmal das Theme "Horror", ganz halloween-typisch), wo wir "Mermaid Forest" und "Pet Shop of Horros" schauten; beides nicht sonderlich gruselig, vielleicht lag es aber auch an den Zuschauern, die amüsante Kommentare zu manchen unlogischen Handlungen in der Episode abgaben. Auf dem Heimweg donnerte und blitzte es gewaltig; da war ein ordentliches Gewitter im Anmarsch.

Die französische Studentin, von Haus aus ein bisschen ausgeflippt, klopfte kurz danach an meine Tür und fragte, ob ich mit ihr raus in den Regen gehen wolle, wenn es denn zu schütten anfing. Da mich mein Aufenthalt hier spontaner gemacht hat, dachte ich, "Warum nicht?" und sagte zu. Kurz darauf fing es an zu regnen. Ha, ich sage regnen, aber es war eher wie ein Weltuntergang. Das Wasser stürzte richtig vom Himmel sodass die Straße eher wie ein Fluss aussah. Wir liefen lachend durch den Regen und waren nach 10 Minuten bis auf die Unterhose nass. Der Regen war relativ kalt und als ich mich in meinem Zimmer abtrocknete und umzog, fühlte ich mich erfrischt wie nach einer kühlen Dusche. Da ich keine besseren Pläne für den Abend geplant hatte, kam die französische Studentin, meine Zimmernachbarin und eine Freundin von ihr in unser Zimmer und wir schauten gemeinsam einen Film. Als der Film endlich endete, war ich wirklich müde und legte mich schnell schlafen.

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Tag 63: Streik

Heute weckten mich die Hupen von Autos. Sehr früh an diesem Morgen nämlich wurde bekanntgegeben, dass die Lehrerschaft heute streiken würden. Ich ging trotzdem zur ersten Klasse, nur um gleich wieder entlassen zu werden. Danach gönnte ich mir ein gutes Frühstück und begleitete ein anderes Mädchen in die Sporthalle. Dort angekommen haben wir geschlagene 2 Stunden Gewichte gestemmt und trainiert – das werde ich sicher morgen spüren.

Anschließend genehmigte ich mir eine Dusche, und als ich zurückkam waren einige Mädchen (mit meiner Zimmernachbarin) im Zimmer um ihr Halloween-Kostüm in Angriff zu nehmen. Gemeinsam werkelten wir also den ganzen Nachmittag und ich war wirklich glücklich mit dem Ergebnis. Ich kann es gar nicht abwarten, es zu Halloween zu tragen.

Nach einem schnellen Abendessen ging es dann endlich zu dem Event, auf das wir uns schon den ganzen Tag gefreut hatten – Culture thru Coffee. Ein Ereignis, bei dem die Studentin aus Belgien (unfreiwilligerweise) eine Präsentation über ihr Land halten musste; statt fand das Ganze in einem netten Kaffeehaus. Sie schlug sich aber mit Bravour. Anschließend hatte ich endlich alle Leute für den Niagara-Falls-Trip beisammen, doch leider war es doch teurer denn erwarten und gemeinsam mit ein paar anderen Schwierigkeiten beschlossen wir es erstmals ruhen zu lassen und nicht dieses Wochenende fortzufahren. Ganz unglücklich war ich allerdings nicht, denn viele coole Dinge, wie beispielweise ein Spukhaus, standen auf dem Programm.

Nach einem kurzen Trip zu dem Kletterfreund um seine Katzen, die er von zu Hause geholt hatte, zu begutachten, ging es zurück zum Wohnheim. Wo ich von meiner Zimmernachbarin mit den Worten "Wir müssen ausgehen!" regelrecht überfallen wurde.

 Ich stimmte zu und so machten wir uns fertig. Ein anderes Mädchen machte meine Haare und mein Make-up, meine Nachbarin borgte mir schrilles Gewand und auf ging es. Zwar verlor ich in dem Versuch die französische und eine andere Studentin mitzunehmen die Gruppe, woraufhin wir uns allein zu besagter Partylocation aufmachten. Und sie dort nicht faden. Nach vielen hin und her stellte sich heraus, dass die anderen zuerst zu einer anderen Party gegangen waren, doch es dauerte nicht lange und sie wechselten zu unserer. Wir tanzten, lachten und hatten viel Spaß. Auf dem Weg nach Hause beschlossen wir uns Pizza zu bestellen – den Umstand allerdings vergessend, dass es ja Mittwochnacht war und die ganzen Geschäfte nicht rund um die Uhr offen hatten. Daher blieb uns nichts anderes übrig, als zu Sheetz zu fahren und uns mit Pizza und anderen Leckereien zu versorgen. Es war schon reichlich spät, als ich endlich schlafen ging.

Dienstag, 18. Oktober 2016

Tag 62: Vorbereitungen...

Der Tag find heute eigentlich ganz gut an. Ich stand rechtzeitig auf, hatte Frühstück und machte mich auf zum Unterricht. Der war zwar nicht unbedingt interessant, allerdings war ich glücklicherweise nicht an der Grenze zum Einschlafen. Aber dann – natürlich – lief mir die gesamte Wasserflasche im Rucksack aus. Typisch für mich. Anschließend beschloss ich, zu Goodwill (einem Secondhandladen) für mein Halloween-Kostüm einkaufen zu gehen.

Als ich mein Wohnheim verließ war es neblig und kühl, als ich wieder aus Goodwill herauskam allerdings sehr viel wärmer! Und ich hatte meine Taschen voll mit dem Kostüm, bestehend aus einem Rock und einem Top, das ich anpassen wollte, gemeinsam mit einer Hose, die mir einfach wie angegossen saß, zwei goldene Armreifen und eine dicke Fellweste beladen, zurück zu meinem Wohnheim aufmachen.

Als ich dort ankam war ich schweißdurchtränkt. Ich ging mit den anderen Mittagessen und setzte mich dann hin um mein Projekt abzuschließen. Halleluja! Schlussendlich ging ich zur letzten Klasse des Tages, bevor ich noch ein bisschen an Hausübungen arbeitete, bevor es auf zum Abendessen ging. Heute stand das Abendessen unter dem Namen "Oktoberfest". Es gab Braten mit Rotweinsauce (nicht sehr geschmackvoll), seltsam anmutendes Sauerkraut, das allerdings fast wie das Sauerkraut zu Hause schmeckte und einen sehr interessanten Erdäpfelsalat. Alles in allem war es gar nicht so schlecht.

Da womöglich morgen ein Streik bei uns durchgeführt wird, wollte ich genauere Infos beim Hall-Council einholen, was ich schließlich auch tat. Beim Zurückkommen beschlossen meine Zimmernachbarin und ich mit unseren Kostümen anzufangen. Es war recht lustig, wir diskutierten über verschiedene Stile, wie wir denn zum Beispiel falsche Blätter auf ein grünes Kleid kleben sollten (meine Nachbarin ging als Poison Ivy) und der gleichen. Es wurde ziemlich spät, bevor ich mich endlich müde zu Bett begab.

Montag, 17. Oktober 2016

Tag 61: Präsentation

Heute ging es wieder mal richtig super los; in der ersten Klasse wurde uns erklärt, dass wir (trotz möglichem Streik) eine Prüfung am Freitag hätten. Nach Spanisch ging ich mit den anderen internationalen Studenten essen und wir wollten die Niagara Fälle besprechen.

Irgendwie kam es allerdings nicht dazu, denn eigentlich wollte ich mich mit einer Projektpartnerin treffen um ein paar Dinge mit ihr zu besprechen. Leider sagte sie mir ab, womit ich allerdings Zeit hatte eine gesamte Spanisch Hausübung zu machen (Yay!) und meiner Präsentation für die nächste Klasse noch den letzten Schliff zu verleihen. Als interaktives Element hatten wir ein kleines Quiz mit einer Belohnung geplant – Cake Pops von Starbucks. Beinahe hätten wir allerdings darauf vergessen, sie zu kaufen und wären deshalb fast zu spät gekommen.

Als ich den USB-Stick mit unserer Präsentation einsteckte, sagte die Lehrerin noch zu mir, ich solle auf keinen Fall auf die obere Leiste klicken. Dann war es soweit; alles lief eigentlich ganz gut, wir hatten keinerlei Probleme. Das Quiz traf auf eine nicht sehr enthusiastische Klasse, aber im ganzen war ich sehr zufrieden mit dem Resultat. Alles überstanden schwappte Erleichterung über mich; sehr zum Leidwesen des Computers. Denn als ich die Präsentation schloss, öffnete sich ein Pop-up Fenster und ich klickte, ohne weiter darüber nachzudenken auf "Yes". Nur im letzten Moment konnte ich noch einen kurzen Blick auf das "Do you want to disconnect?" erhaschen, bevor ich meine Lehrerin daneben ein dramatisches "No!" rufen hörte. Zu spät.

Offenbar wusste sie nämlich den Log-In nicht und der Computer war ein solches uralt Modell, dass er es in der ganzen Stunde nicht schaffte, wieder hochzufahren. Mit hochrotem Gesicht setzte ich mich nieder und schaute zerknirscht der Lehrerin zu, die versuchte alles wieder in Gang zu bringen, aber nichts tat sich. Also musste sie über ihr Papier-Handout und dem Overhead-Projektor unterrichten...

Ich war sehr glücklich, dass die Klasse aus war. Anschließend gingen wir alles gemeinsam essen, bevor ich auf meinem Handy las, dass das Tanz-Training heute verlängert von 7-11 Uhr war. Nachdem ich dem Training beigewohnt hatte, gab es allerdings nicht wirklich einen Ansporn dort zu bleiben; alles waren Tänze für die Halloween-Show, bei der ich als Support helfen würde. Ich kannte nur einen der Tänze und den leider auch nur halb, darum machten die französische Studentin und ich uns auf zur Dining Hall (denn sie hatte noch nicht gegessen). Gemeinsam mit einer anderen Studentin saßen wir gemütlich beisammen und ich leistete ihnen Gesellschaft beim Essen.

Kurz vom Schlafengehen übermannte mich dann noch eine Welle Kreativität und ich zeichnete ein wenig in mein Skizzenblock, und zwar mögliches Make-up, dass ich zu Halloween tragen könnte. Dann legte ich mich nieder.

Sonntag, 16. Oktober 2016

Tag 60: Faulenzen und Arbeiten

Ich hatte diese Nacht besonders gut geschlafen. Daher gut gelaunt, pflegte ich Kontakte nach Hause, bevor ich zum Brunch ging. Anschließend half ich einem Freund bei seiner Spanisch Hausübung, bevor ich mich an meine eigene Arbeit setzte.

Ein paar Stunden später spielte ich ein wenig Don't Starve Togehter mit einer Freundin von zu Hause, bevor sie schlafen und ich Abendessen ging. Immerhin hatte ich ja heute wieder Tanztraining – dachte ich! Obwohl ich müde war und ein wenig Kopfweh hatte, wollte ich dennoch ein wenig Sport machen. Nach ein wenig dehnen, lief ich eine halbe Stunde und hatte dann den Tanzsaal ganz für mich. Nach einer erfrischenden Dusche fühlte ich mich wie neu geboren. Das hatte wirklich gut getan!

Ich surfte noch ein wenig im Internet, bevor ich mich schlafen legte.

Tag 59: Party Nacht!

Endlich ausschlafen! Das hatte ich wirklich vermisst. Wie herrlich war das nur, um 10 aufzustehen und dann genüsslich liegen zu bleiben und ein bisschen zu lesen, bevor man sich zum Brunch begab? Wunderbar, einfach wunderbar.

Anschließend gingen viele auf das Football Match, ich allerdings blieb in meinem Zimmer und machte Hausübung, wusch meine Wäsche und ja, ein paar Videos schaute ich auch.

Schließlich wurde es Abend und meine Zimmernachbarin fragte mich, ob ich mit ihr auf eine Party gehen wollte. Da ich nichts Besseres vorhatte und sie auch besser kennenlernen wollte, stimmte ich zu. Ich aß gemütlich zu Abend, machte noch ein bisschen mehr Hausübung und bereitete mich dann zum Fortgehen vor.

Nach ein bisschen Schminke ging es dann auch schon los. Zuerst zum Vorglühen, wo wir Drunk-Jenga spielten (Jenga, bei dem man das, was auf den Steinen steht machen muss). Es war sehr lustig, anschließend ging es weiter zur Party, wo es richtig zur Sache ging. Wir tanzten ausgelassen, dann kamen noch ein paar andere Leute dazu, die ich bereits kannte, wir aßen leckere Snacks und plauderten. Das ganze aber nicht sehr lange, dann wurden wir nämlich vom Hauseigentümer allesamt rausgeworfen (es war offenbar zu einem Faustkampf gekommen und sogar die Polizei musste eingreifen!) Wie dem auch sei, dabei wurde ich von allen anderen, bis auf die französische Studentin getrennt. Da alle anderen wohl weiter in eine Bar gingen, mussten wir leider umkehren und unterhielten uns nach dem Ankommen noch ein wenig, bevor ich mich ins Bett warf.

Samstag, 15. Oktober 2016

Tag 58: Homecoming

Auch heute war nicht wirklich etwas los.

Nachdem ich die ersten zwei Klassen durchgestanden hatte, ging es ab zum Mittagessen. Danach beendete ich meine Spanisch Hausübung und besuchte die letzte Klasse des Tages. Anschließend plauderte ich mit einer Projektpartnerin, bevor wir zum Abendessen gingen. Wir beschlossen, zur Block Party zu gehen, denn dort würde mein Tanzclub auftreten.

Leider nur waren wir zu spät dran und verpassten die Show haarknapp. Auf unserem Rückweg machten wir einen Abstecher zu Dunkin' Donuts, danach machten wir es im Zimmer gemütlich und schauten "Rubí" eine Telenovela.

Dann war es auch schon spät und ich beschloss, schlafen zu gehen. Meine Zimmernachbarin hatte von ihrem Schwimmteam zwei Leute, die bei uns im Zimmer übernachten, da, und so glich es einem Wunder, dass ich es ins Bett schaffte, ohne jemanden zu wecken.

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Tag 57: Golfwagenparade

Nachdem ich die erste Klasse überstanden hatte, war mein einziges Bedürfnis, wieder zurück ins Bett zu kriechen. Vor allem weil es echt kalt war und das Bett einfach die wärmste Stelle war. Daher machte ich noch ein kurzes Nickerchen, bevor ich weiter zu Spanisch musste.

Glücklicherweise hatte ich einen Vokabeltest, glücklicherweise deshalb, denn ich konnte gehen sobald ich fertig war (fast 30 Minuten früher) und Mittagessen gehen. Und ein frühes Mittagessen war heute essentiell, denn kurz nach 12 wollte ich einer Alumni-Diskussion beiwohnen (ich bekam extra Punkte in zwei Klassen dafür – sweet!), womit sich das alles heute gut traf.

Am Nachmittag arbeitete ich an meiner Spanisch-Hausübung, bevor ich weiter zur letzten Klasse des Tages musste. Schließlich folgte die Golfwagenparade, auf die ich mich schon gefreut hatte; alle Clubs bekamen einen Golfwagen, den sie entsprechend dem Motto "Durch die Zeit" dekorieren konnten. Natürlich sollte auch der Club darin widergespiegelt werden. Am besten gefiel mir – natürlich – der Wagen des Animeclubs. Ihr Motto war Nintendo Spiele und die Fahrer verkleideten sich als berühmte Charaktere des Franchise wie Pikachu und Ike.

Auch dieses Theme gefiel mir; Fred Feuerstein und seine Familie

Nach dieser gelungenen Parade wurde es endlich Zeit für's Abendessen, vorher holte ich mir aber noch ein grell buntes T-Shirt (mal wieder ein bisschen zu groß für mich). Danach stand nur noch eines auf dem Programm: Anime Club. Heute war das Thema "Samurai" und wir entschieden uns für zwei Anime. Samurai Champloo kannte ich schon ein wenig, aber als ich es wirklich schaute, gefiel es mir noch besser. Der andere "Anime" (war nicht wirklich animiert) hieß "Thunderbolt Fantasy", eine Samurai-Serie, die mit Puppen nachgestellt wurde. Naja, recht... interessant.

Danach ging es für mich ab in mein Zimmer und unter die kuschelige Decke.